Kartenzahlung, Geldautomaten und Onlinebanking hängen von Strom, Telekommunikation und funktionierenden Zahlungssystemen ab. Eine kleine Bargeldreserve schafft deshalb eine zusätzliche Zahlungsoption – ohne daraus ein Krisenszenario für das Finanzsystem zu machen.
Den eigenen Bedarf bestimmen
Eine allgemeingültige Summe wäre unseriös. Orientiere dich stattdessen an den notwendigen Ausgaben deines Haushalts für einige Tage: zum Beispiel Lebensmittel, Medikamente, Mobilität oder Tierbedarf. Berücksichtige dabei Haushaltsgröße und persönliche finanzielle Möglichkeiten.
Praktisch umsetzen
- Einen begrenzten Betrag festlegen, der zum normalen Haushaltsbudget passt.
- Kleine und mittlere Stückelungen vorsehen, damit Alltagskäufe nicht von Wechselgeld abhängen.
- Die Reserve sicher, trocken und für berechtigte Haushaltsmitglieder auffindbar aufbewahren.
- Gelegentlich prüfen und im Alltag austauschen, damit die Reserve nicht vergessen wird.
- Zahlungskarten und wichtige Kontaktdaten der Bank weiterhin als weitere Optionen bereithalten.
Typische Fehler
- Mehr Bargeld lagern, als der Haushalt sicher vertreten und aufbewahren kann.
- Nur große Scheine bereithalten.
- Den Aufbewahrungsort so geheim halten, dass andere Haushaltsmitglieder im Bedarfsfall keinen Zugang haben.
- Bargeld als Ersatz für Vorräte, Medikamente oder konkrete Absprachen betrachten.
So setzt du es um
Bargeldvorsorge ist am praktischsten, wenn sie an echten Alltagsausgaben statt an einer pauschalen Summe hängt.
Drei Tage notwendige Ausgaben überschlagen
Notiere, was dein Haushalt für Lebensmittel, Medikamente, Mobilität oder Tierbedarf tatsächlich bar bezahlen können müsste. Daraus ergibt sich eine realistischere Reserve als aus einer Internetpauschale.
Kleine und mittlere Scheine
Eine Reserve ist im Alltag leichter nutzbar, wenn sie nicht ausschließlich aus großen Scheinen besteht und nicht von ausreichend Wechselgeld abhängt.
Bargeld ist nur eine Redundanz
Nicht auf Kosten notwendiger Vorräte, Medikamente oder laufender Rechnungen übermäßig Bargeld lagern. Betrag, Aufbewahrung und Haushaltsbudget müssen zusammenpassen.
Praxisquellen: BBK: Stromausfall