Ein Notgepäck soll die ersten Tage außer Haus überbrücken, wenn die Wohnung kurzfristig verlassen werden muss. Das BBK nennt als Grundregel: pro Person nicht mehr als in einen tragbaren Rucksack passt. Ein Rucksack hält beide Hände frei.
Was vorbereitet werden kann
- Persönliche Medikamente, notwendige Hilfsmittel und Erste-Hilfe-Material.
- Wasserflasche und haltbare Verpflegung für zwei Tage.
- Taschenlampe, Radio beziehungsweise Informationsmittel und passende Batterien.
- Schlafsack oder Decke, wettergerechte Kleidung und feste Schuhe.
- Hygieneartikel einschließlich individueller Bedarfe.
- Dokumentenmappe beziehungsweise die dafür vorgesehenen Unterlagen.
- Bedarf von Kindern, Haustieren und unterstützungsbedürftigen Personen.
Was meist erst zuletzt eingepackt wird
Ausweis, Gesundheitskarte, Geldkarten, Bargeld, Schlüssel, Smartphone und täglich benötigte Medikamente liegen häufig nicht dauerhaft im Rucksack. Eine kurze, direkt am Gepäck befestigte Nachpackliste verhindert, dass diese Dinge im Stress vergessen werden.
Tragbarkeit prüfen
- Jede Person trägt nur, was körperlich realistisch ist.
- Rucksack einmal vollständig packen, aufsetzen und einige Minuten tragen.
- Kinder nicht mit für Erwachsene geplanten Lasten ausstatten.
- Inhalt regelmäßig auf Größe, Haltbarkeit, Batterien, Medikamente und Jahreszeit prüfen.
Typische Fehler
- Das Notgepäck als vollständigen mobilen Haushalt planen.
- Nur Dinge packen, aber keine persönlichen Medikamente oder Dokumente priorisieren.
- Rucksack so verstecken, dass er nicht schnell erreichbar ist.
- Bedarf von Kindern, Tieren oder Hilfsmitteln erst beim Verlassen der Wohnung bedenken.
So setzt du es um
Ein Notgepäck ist dann gut, wenn du es ohne Nachdenken greifen und tatsächlich tragen kannst.
Voll packen und zehn Minuten tragen
Packe den Rucksack einmal vollständig, setze ihn auf und gehe damit durch Wohnung, Treppenhaus oder Hof. Alles, was schon dabei unpraktisch ist, wird im Ernstfall nicht besser.
Die Fünf-Dinge-Nachpackkarte
Außen am Rucksack notieren: Smartphone, Schlüssel, Portemonnaie, tägliche Medikamente und gegebenenfalls Tierbedarf. So bleiben Alltagsgegenstände im Alltag und werden trotzdem nicht vergessen.
Tragbarkeit vor Vollständigkeit
Nicht den mobilen Haushalt nachbauen. Gewicht an Person, Alter und körperliche Möglichkeiten anpassen; Kinder tragen keine für Erwachsene geplanten Lasten.
Praxisquellen: BBK: Notgepäck