In einer unübersichtlichen Lage verbreiten sich richtige, veraltete und falsche Informationen gleichzeitig. Verlässlichkeit entsteht nicht durch einen professionellen Ton oder viele Weiterleitungen, sondern durch überprüfbare Herkunft und aktuellen Kontext.
Vier Fragen vor dem Handeln
- Wer sagt das? Ist eine zuständige Behörde, ein Versorger, eine Kommune oder eine erkennbare Fachstelle genannt?
- Wann gilt es? Sind Veröffentlichungszeit, betroffener Zeitraum und möglicher Aktualisierungsstand erkennbar?
- Wo gilt es? Passt die Meldung wirklich zum eigenen Ort und zur konkreten Lage?
- Was ist belegt? Führt die Meldung zu einer Originalquelle oder enthält sie nur Behauptungen und Screenshots?
Warnung, Nachricht und Meinung trennen
Eine amtliche Warnung enthält Absender, Gebiet, Anlass und Handlungshinweise. Medien können diese einordnen. Private Beiträge können Beobachtungen liefern, sind aber ohne Bestätigung keine belastbare Anweisung.
Screenshots sind keine sichere Quelle
Screenshots können veraltet, gekürzt oder verändert sein. Suche die Meldung auf warnung.bund.de, bei der genannten Behörde, dem Versorger oder einem etablierten redaktionellen Angebot.
Vor dem Teilen
- Originalquelle öffnen.
- Datum, Uhrzeit und Gebiet prüfen.
- Spätere Korrektur oder Entwarnung suchen.
- Nur notwendige Informationen weitergeben und Unsicherheit benennen.
So setzt du es um
Informationsvorsorge bedeutet vor allem, die richtigen Originalquellen schon vor einer Lage zu kennen.
Drei Originalquellen speichern
Bundeswarnportal, DWD und die Website deines örtlichen Versorgers beziehungsweise deiner Kommune als Lesezeichen speichern. Das spart in einer Lage Suchzeit.
Vier Fragen vor dem Weiterleiten
Wer ist der Absender? Wann wurde es veröffentlicht? Für welches Gebiet gilt es? Gibt es eine Originalquelle? Wenn eine Antwort fehlt, erst prüfen und dann teilen.
Screenshot ohne Link ist nur ein Hinweis
Ein Screenshot kann veraltet, gekürzt oder verändert sein. Vor einer Handlung die aktuelle Meldung bei der genannten Originalquelle suchen.
Praxisquellen: Bundeswarnportal · BBK: Warnmix