Wenn Mobilfunk oder Internet ausfallen, helfen keine komplizierten Funkkonzepte, sondern vorbereitete Absprachen. Ein normaler Haushalt braucht vor allem Kontaktinformationen auf Papier, Treffpunkte und einen sparsamen Umgang mit verbleibender Energie.
Vorher vereinbaren
- Wichtige Telefonnummern und Adressen zusätzlich auf Papier aufbewahren.
- Einen nahen Treffpunkt und eine Ausweichmöglichkeit festlegen.
- Bestimmen, wer Kinder oder unterstützungsbedürftige Personen abholt.
- Eine Kontaktperson außerhalb des direkten Umfelds als mögliche Informationsdrehscheibe benennen.
- Radio und lokale Informationswege kennen.
Bei einem Ausfall
- Lage prüfen: Gerät neu verbinden, aber keine dauernden Wiederholungsversuche.
- Akkus schonen: Display, Hintergrunddienste und unnötige Aktualisierungen reduzieren.
- Kurze Meldungen: Wenn Verbindungen zeitweise funktionieren, Aufenthaltsort und Zustand knapp übermitteln.
- Absprachen einhalten: Nicht spontan neue Treffpunkte erfinden, solange der vereinbarte Ort sicher erreichbar ist.
- Amtliche Informationen suchen: Radio, Lautsprecher oder örtliche Hinweise nutzen.
Grenzen
Notrufe können ebenfalls beeinträchtigt sein. Unnötige Anrufversuche belasten Netze; bei akuter Gefahr bleibt 112 der vorgesehene Weg, soweit erreichbar. Private Funkgeräte dürfen nur im rechtlich zulässigen Rahmen und mit ausreichender Kenntnis genutzt werden.
Typische Fehler
- Alle Kontakte ausschließlich im Smartphone speichern.
- Ohne Absprache losfahren und dadurch den vereinbarten Treffpunkt verpassen.
- Akkus durch permanentes Aktualisieren sozialer Netzwerke verbrauchen.
- Unbestätigte Lageinformationen weitergeben.
So setzt du es um
Ein Kommunikationsplan muss so kurz sein, dass alle ihn ohne App erklären können.
Eine Karte mit vier Angaben schreiben
Naher Treffpunkt, Ausweichtreffpunkt, Kontaktperson außerhalb des Haushalts und drei wichtige Telefonnummern auf Papier notieren. Kopien kommen in Portemonnaie oder Tasche.
Eine Person als Informationsdrehscheibe
Wenn Haushaltsmitglieder getrennt unterwegs sind, kann eine vereinbarte externe Kontaktperson kurze Statusmeldungen sammeln und weitergeben, sobald einzelne Verbindungen funktionieren.
Messenger-Gruppe ist kein Notfallplan
Wenn Internet oder Mobilfunk ausfallen, hilft der beste Gruppenchat nicht. Treffpunkt und Papierkontakte müssen ohne App verständlich sein.
Praxisquellen: BBK: Warnmix