Trinkwasser gehört zu den wichtigsten Vorräten. Das BBK empfiehlt, sich möglichst zehn Tage selbst versorgen zu können, betont aber ausdrücklich, dass bereits ein Vorrat für mindestens drei Tage sehr hilft und schrittweise ausgebaut werden kann.
Die BBK-Orientierung richtig verstehen
Für eine erwachsene Person nennt das BBK pro Tag mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit. Wenn gekocht werden soll, kommen ungefähr 0,5 Liter Wasser hinzu. Als einfache Planungsgröße ergeben sich damit rund zwei Liter pro erwachsener Person und Tag für Trinken und Kochen.
Was zusätzlich berücksichtigt werden muss
- Kinder, Schwangerschaft, Krankheit, Hitze oder körperliche Belastung können den Bedarf verändern.
- Haustiere benötigen einen eigenen, tiergerechten Wasservorrat.
- Wasser für Körperpflege, Reinigung oder Toilettennutzung ist in der Zwei-Liter-Orientierung nicht enthalten.
- Lebensmittel, die mit Wasser zubereitet werden, erhöhen den Kochwasserbedarf.
So bleibt der Vorrat nutzbar
- Original verschlossene Getränke oder nur lebensmittelechte, dafür geeignete Behälter verwenden.
- Herstellerangaben zu Lagerung und Haltbarkeit beachten.
- Kühl, dunkel und geschützt vor Verunreinigung lagern.
- Vorräte regelmäßig im Alltag verbrauchen und ersetzen.
- Behältergrößen wählen, die von den Haushaltsmitgliedern sicher getragen und benutzt werden können.
Typische Fehler
- Die Zwei-Liter-Regel als gesamten Wasserbedarf einschließlich Hygiene missverstehen.
- Ungeeignete oder zuvor mit Chemikalien befüllte Behälter verwenden.
- Nur einen sehr großen Behälter einplanen, der sich kaum bewegen oder dosieren lässt.
- Unbekanntes Wasser ohne konkrete behördliche Empfehlung als Trinkwasser verwenden.
So setzt du es um
Wasservorrat wird alltagstauglich, wenn er tragbar, sauber und ohne Umfüllen nutzbar ist.
Mehrere handhabbare Gebinde statt eines Riesentanks
Verteile den Vorrat auf Flaschen oder lebensmittelechte Behälter, die von den Haushaltsmitgliedern sicher getragen, geöffnet und dosiert werden können.
Wasser in den normalen Verbrauch einbauen
Nutze gekaufte Getränke regelmäßig im Alltag und ersetze sie beim nächsten Einkauf. So entsteht Rotation ohne separaten Wartungstermin.
Keine ehemaligen Chemikalienbehälter
Für Trinkwasser nur original verschlossene Getränke oder ausdrücklich lebensmittelechte Behälter verwenden. Behälter mit unbekannter oder chemischer Vorbelegung sind ungeeignet.
Praxisquellen: BBK: Bevorraten